Schloss Limberg

Schloss Limberg mit Garten und Statuen im Vordergrund.
©Stadtgemeinde Maissau

Öffnungszeiten

Das Schloss ist in Privatbesitz und deshalb nur von außen zu bewundern.

jederzeit frei zugänglich

Besichtigung nur von außen

Beschreibung

Das Schloss erzählt von einer langen, vielschichtigen Geschichte – von Wasser umgebenen Wehrbauten, romanischen Steinfiguren und spätgotischen Mauern, die bis heute ihre Geheimnisse bewahren.

Von der „Veste Limburg“ zum heutigen Schloss

Unweit des heutigen Schlosses stand einst die alte „Veste Limburg zu Limberg“, eine mittelalterliche Burganlage, die bereits im 16. Jahrhundert verfallen war. Wie die Burg in Sachsendorf oder der Edelsitz in Naschendorf – beide ebenfalls Besitzungen der Herren von Zinken – dürfte auch sie Kriegswirren und dem Lauf der Zeit zum Opfer gefallen sein. Die einstige Burg war teilweise oder vielleicht sogar vollständig von Wasser umgeben. Historische Karten aus dem Jahr 1823 zeigen noch einen großen Teich an dieser Stelle. Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts fanden sich hier Schilfrohr und Überreste der Feuchtflächen – Zeugnisse eines hohen Grundwasserspiegels vor der Regulierung des nahegelegenen Baches. Vermutlich wurde der Teich später mit Trümmern der verfallenen Burg aufgeschüttet. Ein eindrucksvoller Hinweis darauf ist eine massive Fundamentmauer, die bei einer Brunnengrabung entdeckt wurde: So widerständig war das Mauerwerk, dass der Brunnen schließlich an anderer Stelle angelegt wurde.

Ein Bauwerk mit vielen Schichten

Das heutige Schloss erhebt sich an der Stelle eines ehemaligen Meierhofes. Lange nahm man an, es sei erst zu Beginn des 17. Jahrhunderts errichtet worden – doch Bauform und Details erzählen eine andere Geschichte. Der unregelmäßige Vierkantbau mit Turm und kleinem Arkadenhof deutet auf eine ältere Entstehungszeit hin. Bei Renovierungsarbeiten in den Jahren 1982/83 wurde die Jahreszahl 1570 freigelegt – ein klarer Hinweis auf das 16. Jahrhundert. Wahrscheinlich handelt es sich jedoch nicht um einen vollständigen Neubau, sondern um eine Erweiterung eines älteren Edelsitzes oder Meierhofes. Besonders spannend: Während der westliche Teil des Schlosses elegante Arkaden aufweist, fehlt dieses Element im nördlichen Abschnitt. Dessen schlichtere Gestaltung lässt vermuten, dass hier noch ältere, möglicherweise spätgotische Bausubstanz erhalten ist. Andere Quellen datieren den Kern des Schlosses tatsächlich in die Spätgotik und berichten von einem Ausbau um 1750.

Die Löwen von Limberg

Eine besondere Entdeckung machte man ebenfalls bei der Restaurierung in den 1980er-Jahren: Im Mauerwerk fanden sich zwei Löwenfiguren im romanischen Stil. Offenbar waren sie bei früheren Umbauten oder nach Kriegszerstörungen schlicht als Baumaterial wiederverwendet worden. Heute sind die restaurierten Figuren im Stift Altenburg zu bewundern. Löwen flankierten traditionell die Eingänge wehrhafter Bauten und symbolisierten Stärke und Schutz. Ob die Limberger Löwen einst den Zugang zur alten Burg oder zu einem früheren Edelsitz bewachten, bleibt offen – doch ihre kraftvolle Präsenz verleiht der Geschichte des Ortes eine fast mythische Note.

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