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Iron Curtain Trail: EuroVelo 13

Eine grenzenlos spannende Radroute am Rande des Weinviertels

Der Iron Curtain Trail, auch als EuroVelo 13 bezeichnet, startet in Finnland und endet am Schwarzen Meer. 10.400 km lang, immer dem ehemaligen Eisernen Vorhang folgend, der Europa einst in Ost und West geteilt hat. 400 km dieser Fernradroute verlaufen durch Österreich – von Gmünd im nördlichen Waldviertel über das Weinviertel zur slowakischen Grenze Richtung Bratislava. 

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Eine Grenzerfahrung...

im wahrsten Sinne des Wortes: Was lange Zeit als undenkbar galt, ist heute selbstverständlich: das Queren der Grenze. Wenn man dem Iron Curtain Trail folgt, tut man das sogar ziemlich oft. Immer wieder pendelt man zwischen Österreich und Tschechien hin und her. Vorbei geht es an Feldern, Wiesen und Wäldern, durch kleine Städtchen hüben wie drüben. Und immer wieder stößt man auf Relikte der jüngeren Vergangenheit: Stacheldrahtzäune, Wachtürme, Bunker und Fahrzeugsperren, die als Mahnmale erhalten geblieben sind.
 

Der EuroVelo13 im Weinviertel

Wo es ein bisschen gelassener zugeht… Vom Iron Curtain Trail im Waldviertel kommend gelangt man in Hardegg in den Weinviertler Teil. Und ab hier verändert sich auch die Landschaft zusehends. Bald schon erstrecken sich sanfte Hügel so weit das Auge reicht, darauf unzählige Weinrieden. Nicht umsonst radelt man auf diesem Teilstück durchs größte Weinanbaugebiet Österreichs.

Das beste Argument für den einen oder anderen Abstecher und eine ausgiebige Rast:
um sich die malerischen Kellergassen anzuschauen, durch pittoreske Dörfchen zu radeln oder um beim Heurigen einzukehren oder in einem der Selbstbedienungskeller ein Glas Traubensaft zu trinken. Vielleicht lässt man den Tag auch gleich gemütlich ausklingen und verkostet die hervorragenden Weine der Region wie den Weinviertel DAC, den pfeffrigen Grünen Veltliner. 

Weiter geht die Radroute bis Hohenau an der March und schließlich durch die Auenlandschaft entlang der slowakischen Grenze bis nach Bratislava. 

©© Rupert Pessl

Das grüne Band

Ein Niemandsland, das von der Natur erobert wurde…
Die gefürchtete Sperrzone zwischen Ost und West hatte immerhin einen guten Aspekt: Fauna und Flora waren hier lange Zeit völlig ungestört. Das spürt und sieht man, wenn man zum Beispiel im Nationalpark Thayatal unterwegs ist. Die Vegetation wirkt hier besonders ursprünglich und wild. Es kann durchaus vorkommen, dass man am Flussufer auf Fischotter oder Schwarzstörche trifft oder eine Würfelnatter oder Smaragdeidechse beim Sonnen überrascht. Mit ganz viel Glück entdeckt man vielleicht sogar eine der Wildkatzen, die hier noch ihren natürlichen Lebensraum haben. 

Die Etappen