Gruftkapelle Ragelsdorf

Eine kleine, gelbe Kapelle mit rotem Ziegeldach steht auf einer Wiese unter einem blauen Himmel mit Wolken.
©Alexander Szep

Öffnungszeiten

Mo-So, 0-24 Uhr

Am östlichen Ortsende von Ragelsdorf, nahe dem Schloss, steht die neugotische Gruftkapelle der Familie Ehrenfels. Der kreuzförmige Bau mit Strebepfeilern, Spitzbogenportal und Spitzbogenfenstern wurde 1859 fertiggestellt. An der Westseite trägt er einen markanten hohen Dachreiter.

Die Kapelle entstand über der Gruft von Johann Michael Ritter von Ehrenfels, der Ragelsdorf ab 1818 besaß. Später wurde sie als Grabkapelle seiner Nachfahrin Magdalena von Ehrenfels erweitert. Noch im Jahr der Fertigstellung verkaufte die Familie den gesamten Gutsbesitz samt Kapelle an das Stift Göttweig, das das Gebäude der Ragelsdorfer Bevölkerung als Kapelle überließ — mit der bis heute gültigen Auflage, dass Nachkommen der Familie Ehrenfels dort begraben werden dürfen.

Vor der Kapelle steht ein übermannshoher Gedenkstein aus weißem Stein, der eine kniende Frau zeigt. Ursprünglich auf dem Wiener Zentralfriedhof aufgestellt, drohte er bei der Auflassung der dortigen Grabstelle entsorgt zu werden. Ein Gemeindemitglied aus Ragelsdorf rettete ihn, ließ ihn gründlich sanieren und gab ihm hier einen neuen Platz.

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