Oratorium von Georg Friedrich Händel
Il trionfo del Tempo e del Disinganno
Eine konzertante Händel-Oper unter der Leitung von Daniel Freistetter — festlicher Abschluss eines Festivals, das beweist: Barocke Musik ist lebendigste Gegenwart.
Mit Georg Friedrich Händels erstem Oratorium Il trionfo del Tempo e del Disinganno (1707) erwartet das Publikum nicht nur ein Höhepunkt der Barockmusik, sondern auch das festliche Abschlusskonzert des Festivals ORGELspiel 2026. Zum Ausklang des Festivals erklingt ein Werk von außergewöhnlicher musikalischer und geistiger Strahlkraft, das die Dramatik der Oper mit der Tiefe des Oratoriums verbindet. Im Mittelpunkt steht ein zeitloser Konflikt: Die junge Schönheit (Bellezza) steht zwischen den Verlockungen des Vergnügens (Piacere) und den Mahnungen von Zeit (Tempo) und Erkenntnis (Disinganno), die auf die Vergänglichkeit allen Irdischen verweisen. Aus diesem spannenden Dialog formt Händel ein musikalisch reiches und bewegendes Werk voller Ausdruckskraft, Virtuosität und emotionaler Tiefe.
Für diese Aufführung konnte ein hochkarätiges internationales Solistenensemble gewonnen werden. Die italienische Sopranistin Roberta Invernizzi, eine der bedeutendsten Interpretinnen barocker Gesangskunst, übernimmt die Partie der Bellezza. An ihrer Seite singt die Wiener Mezzosopranistin Anna Manske als Piacere, deren vielseitige Opern- und Konzerttätigkeit sie an zahlreiche renommierte Bühnen Europas geführt hat. Die Rolle des Disinganno gestaltet der griechische Countertenor Nicholas Spanos, der sich als Spezialist für Alte Musik und Händel-Repertoire einen Namen gemacht hat. Als Tempo ist der international gefragte Wiener Tenor Daniel Johannsen zu erleben, der zu den profiliertesten Bach- und Oratorieninterpreten seiner Generation zählt.
Begleitet werden die Solist:innen vom Ensemble Continuum Wien, das auf historischen Instrumenten musiziert und seit vielen Jahren zu den profilierten Originalklang-Ensembles Österreichs zählt.
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