• Gruppe von Personen vor Roll-Up.
    ©Weinviertel Tourismus

Abschlusskonferenz CE-Spaces4All: Barrierefreier Tourismus im Fokus

Im stilvollen Ambiente des Kulturhaus Schüttkasten Retz in der bekannten Weinviertler Weinstadt fand am 12. Februar die Abschlusskonferenz des internationalen Projekts Accessible Spaces for All (CE-Spaces4All) rund um das Thema Barrierefreiheit im Tourismus statt. Projektpartner aus Österreich und Tschechien blickten gemeinsam auf eine intensive, erfolgreiche Zusammenarbeit zurück – und richteten gleichzeitig den Blick nach vorne.

Für mehr Menschlichkeit: Selbstbestimmtes Reisen für alle.

In den vergangenen drei Jahren wurden zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, um mehr Bewusstsein für das Thema Barrierefreiheit touristischer Angebote in der Region zu schaffen. Der Rückblick zeigte zahlreiche Maßnahmen: Von Workshops, Sensibilisierungsmaßnahmen sowie Schulungen über die Analyse bestehender Infrastruktur im Projektgebiet bis hin zur Aufbereitung von Informations-/Werbematerialien und der Entwicklung der Accessibility Guides (Leitfäden zur Offenlegung der Barrierefreiheit auf Websites touristischer Dienstleistungsbetriebe) wurde ein buntes Potpourri an Aktivitäten präsentiert. Das gemeinsame Ziel: Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen selbstbestimmtes Reisen zu ermöglichen.

Austausch im Rahmen einer Podiumsdiskussion

Besonderes Highlight der Konferenz war eine spannende Podiumsdiskussion. Vertreterinnen und Vertreter aus Österreich und Tschechien diskutierten offen über Herausforderungen und Chancen. Dabei wurde deutlich: Barrierefreiheit ist kein Nischenthema, sondern ein Qualitätsmerkmal moderner Destinationen. Sie bedeutet Komfort für alle – für Familien mit Kinderwagen ebenso wie für ältere Menschen oder Personen mit Behinderungen. Gleichzeitig wurde betont, dass Barrierefreiheit ein laufender Prozess ist, der kontinuierliches Engagement und Bewusstseinsbildung erfordert. Neben der Menschlichkeit, die für alle Ansporn ist, wurde aber auch klar dargelegt, dass barrierefreie Angebote eine große Chance für touristische Dienstleistungsbetriebe darstellen, was mit statistischen Daten über das Reiseverhalten von Menschen mit Behinderung untermauert wurde.

Ausblick & Fazit

Und wie geht es weiter? Die Projektpartner waren sich einig: Die Abschlusskonferenz markiert keinen Endpunkt, sondern einen Meilenstein. Die aufgebauten Netzwerke sollen weiter gepflegt, die entwickelten Maßnahmen nachhaltig verankert und neue Projekte initiiert werden. Barrierefreier Tourismus soll Schritt für Schritt selbstverständlicher Bestandteil der regionalen Tourismusstrategie werden.

Das Fazit des Tages lässt sich in einem Bild zusammenfassen: Die Samen sind gesät. Nun gilt es, die Pflanze weiter wachsen zu lassen – mit Engagement, Zusammenarbeit und dem gemeinsamen Ziel, eine Region zu gestalten, die für alle Menschen offen und zugänglich ist.

Präsentationen der Vortragenden: