Beschreibung
Weithin sichtbar erhebt sich die mittelalterliche Festungsruine Staatz auf der rund 100 Meter hohen Kalksteinklippe aus der Laaer Ebene.
Der Staatzer Berg gehört zur Waschbergzone, die das Weinviertel in Nord-Süd-Richtung teilt. Die gewaltigen Kalkklippen bilden die charakteristischste geologische Einheit des Weinviertels, die es nur hier, in Falkenstein und im angrenzenden Südmähren gibt.
Am Gipfel des Staatzer Berges wurde im Zuge der planvollen Besiedelung des Weinviertels im 11. Jahrhundert eine Burg errichtet. Sie wurde 1645 während des 30-jährigen Krieges von den Schweden zerstört. Seither verfiel die Burg zur Ruine. Teile der Burg wurden für den Bau des neuen Schlosses am Fuß des Berges verwendet, das leider ebenfalls einem Krieg zum Opfer fiel. Es brannte in den Wirren der letzten Kriegstage des 2. Weltkrieges völlig aus und wurde abgetragen. Seit den 1950er Jahren ist der Staatzer Berg im Besitz der Gemeinde. Berg und Ruine können darum ganzjährig besucht werden.
In einem Gewölbe unter der Staatzer Festungsruine, tief im Staatzer Berg, existiert noch der historische Schlosskeller, wo bei einem Ritteressen das Mittelalter mit allen Sinnen erlebt werden kann.