Grüner Veltliner – Die Leitrebsorte des Weinviertels

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Die österreichweit wichtigste Weinsorte.

Der Grüne Veltliner ist nicht nur die Leitrebsorte des Weinviertels, er ist auch die bedeutendste Weinsorte Österreichs und wird als Nationalsorte tituliert.

Österreich ist das Heimatland des Grünen Veltliners. Die Weißweinsorte erfreut sich hierzulande großer Beliebtheit, womit sie sich den Titel der wichtigsten Weinsorte Österreichs auch redlich verdient hat.  

Herkunft, Name & Verbreitung

Der Grüne Veltliner ist eine autochthone Rebsorte. Das heißt, er wächst dort wo er entstanden ist, in Österreich. Als noch präziserer Herkunftsort wird das Bundesland Niederösterreich vermutet. Hierzulande ist der Grüne Veltliner auch unter dem Namen Weißgipfler bekannt. Die Bezeichnung hat sich durch die weiße Behaarung an den Triebspitzen abgebildet. Durch die Einführung der Hochkultur von Lenz-Moser erlebte die Weißweinsorte ihre stärkste Verbreitung in den 1950er Jahren. Bei der Hochkultur handelt es sich um eine Drahtrahmenerziehung, welche die maschinelle Unterstützung im Weingarten ermöglicht. Auch der Name der Sorte weißt eine Besonderheit auf. Man würde vermuten, dass der Grüne Veltliner zur Veltliner-Familie zählt, dem ist allerdings nicht so. Genetisch gesehen ist er allerdings mit dem roten und frühroten Veltliner verwandt.

Weinbaugebiet & Bewirtschaftung

Mit rund 30 % Weinbaufläche – das entspricht rund 13.000 ha – weist die Leitrebsorte des Weinviertels, die größte Anbaufläche in Österreich auf. Vor allem in Niederösterreich und Burgenland belegt die weit verbreitete Traube, den flachmäßig größten Anteil, da hier optimale Standortbedingungen herrschen. Sie gedeiht besonders gut auf tiefgründigen Lössböden oder kargen Urgesteinsterrassen und meidet die Trockenheit. Somit stellt das Weinviertel einen optimalen Standort dar. Da es sich hierbei um eine sehr fruchtbare Rebsorte handelt, bedarf es einer Ertragsregulierung. Dadurch bewirkt man vor allem, dass die Trauben gesund bleiben und der Rebstock entlastet wird – womit eine bessere Qualität des Weines erzielt werden kann.

Grüner Veltliner = Traminer x St. Georgen

Woraus sich der Grüne Veltliner eigentlich zusammensetzt, ist eine Frage, die sich viele stellen. Die beliebte Weinsorte ist eine natürliche Kreuzung aus Traminer und St. Georgen. Die Elternsorte St. Georgen wurde nach deren Fundort, dem Leithagebirge im Burgenland, benannt. Dort wurde die Traube laut Aufzeichnung früher als Grünmuskateller bezeichnet und ist ungefähr 400 Jahre alt. Der zweite Elternteil, der Traminer, ist in Europa eine der ältesten Sorten und setzt sich aus einer Kreuzung von Wildreben zusammen, wobei dessen Genetik in unzähligen Rebsorten zu finden ist. So eben auch im Grünen Veltliner.

Weinviertler DAC

Der beliebte Grüne Veltliner hat es geschafft, dass ihm als erster österreichische Wein, ein DAC-Status gewidmet wurde – der Weinviertler DAC. Mit der Bezeichnung DAC haben Weinbaugebiete die Möglichkeit, Weine von sehr hoher Qualität mit regionaltypischem Herkunftscharakter und unverkennbarem Geschmack unter der Abkürzung DAC – diese steht für Districtus Austriae Controllatus – zu vermarkten.

Wie schmeckt ein typischer Grüner Veltliner?

Der beliebte Weißwein begeistert durch ein intensives Bouquet und vor allem durch die fruchtige Frische am Gaumen. Auch nach einigen Jahren im Lager, besticht der Grüne Veltliner – dank seines enormen Lagerpotenzials – mit erstaunlicher Frische und entfaltet dabei erst richtig seine typischen Aromen. Ein unverkennbares Merkmal des Grünen Veltliners ist der Mix aus Frucht und pfeffriger Würze. Jedoch hängt der Geschmack von Lage und Höhe des Ertrages ab. Somit bietet der Grüne Veltliner ein großes Spektrum an Ausprägungen:

  • von süffig, spritzig leicht – bei früher Ernte
  • bis schwer & gehaltvoll – bei Spätlese

Grüner Veltliner: Was passt dazu?

Die Weißweinsorte bewährt sich als ein Allrounder, was die Speisenbegleitung betrifft. Er ist ein Wein für jede Gelegenheit. Besonders empfehlenswert ist der Grüne Veltliner als Weinbegleitung allerdings bei leichten Vorspeisen, Spargel-, Fisch- oder Geflügelgerichten.

Den Grüne Veltliner hautnah im Weinviertel erleben

Besuchen Sie das Weinviertel und lernen Sie den Grünen Veltliner in verschiedensten Formen kennen. Interessante Kellergassenführungen – von ausgebildeten Kellergassenführern – geben Ihnen einen noch tieferen Einblick in das Thema Wein. Beim Besuch der beliebten Veranstaltungsreihe „Tafeln im Weinviertel“ servieren Ihnen Spitzenköche aus der Region ein 5-Gänge-Menü, an besonders sehenswerten Plätzen in der Weinviertler Natur. Dazu erhalten Sie die passende Weinbegleitung. Umrahmt wird dieser unvergessliche Abend von musikalischen Klängen, guter Laune und dem einzigartigen Ambiente der Weinregion. Hier haben Sie dann die Möglichkeit, den Nationalwein Österreichs selbst zu probieren. Wenn Sie es lieber sportlicher mögen, dann empfehlen wir Ihnen, die Veltliner- oder Weinviertler DAC Radroute zu erkunden und die idyllischen Weiten des Weinviertels zu erleben.

Kurzurlaub beim Grünen Veltliner

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